Praktikum: Weil Erfahrungen unser Leben sind!

Ich habe mich entschieden. Während einige meiner ehemaligen Mitschüler nach dem Abi in die große weite Welt ziehen oder sich Nächte um die Ohren schlagen, zieht es mich zurück in den geregelten Tagesablauf. Für die nächsten sechs Wochen werde ich ein Praktikum bei einem Wochenblatt angehen. Ich stehe morgens früh auf, komme nachmittags spät nach Hause. Keine Partys, dafür aber genügend Schlaf- zumindest unter der Woche

Das tun was man liebt, auch ohne Bezahlung

Für mich war bereits vor Beginn des Praktikums schriftlich festgelegt, dass ich für mein Praktikum keinen Cent bekomme. Ganz im Gegenteil. Das Praktikum ist für mich mit einem langen Fahrtweg und damit weiteren Kosten verbunden. Das die Kosten für öffentliche Verkehrsmittel in Hamburg nicht gerade günstig sind, muss an dieser Stelle nicht erwähnt werden. Hinzu kommt die Frage nach dem Essen in der Mittagspause. Wozu tue ich das alles hier überhaupt?

Eindrücke erleben und nicht nachlesen

Die Frage ist leicht zu beantworten. Für mich. Einzig und allein für mich. Ich kann endlich das tun, was ich schon immer machen wollte. So richtig professionell. Ich erlebe den Alltag in einer Redaktion, lerne Fertigkeiten und Fähigkeiten und vor allem: Ich lerne die Menschen kennen, die das tun, was ich liebe. Ich komme ins Gespräch, kann nachbohren, Vor- und Nachteile des Berufes nicht nur im Internet nachlesen, sondern selbst erleben.

Fürs Leben lernen

Auch wenn es nicht das Richtige ist, wenn ich merke, dass ich mir das eigentlich ganz anderes vorgestellt habe und ich NIEMALS diese Tätigkeit ausüben möchte, dann ist die Zeit nicht verschwendet. Sie ist sinnvoll genutzt, denn ich habe ausprobiert und gelernt. Was ich will und nicht will, was ich von meinem Leben erwarte.

Wenn ich in sechs Wochen die Redaktion verlassen werde, wird sich einiges in meinem Leben getan haben. Ich habe dazugelernt, ausprobiert, bin um einiges erfahrener, inspirierter und habe meine Stadt um einiges besser kennen gelernt. Dann kann ich vielleicht wirklich von mir behaupten Hamburg zu kennen. Immerhin habe ich es dann sechs Wochen lang jeden Tag über die Elbe geschafft.

 

 

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