Einfach Lächeln- Simbabwe in Hamburg

Afrikanische Musik, aus dem echten Afrika. Hier in Hamburg. Auf meiner alten Schulbühne. Eine Band einer Hamburger Kirche mit Gästen aus Simbabwe. Sie singen, sie tanzen und vor allem: Sie lächeln. Sie lachen.

Und sie erzählen Geschichten. Von Drogenabsturz, Sex, Verlust des Glaubens an sich selbst. Eine attraktive, weiße Frau berichtet: „Und alles was ich ihm anbieten konnte, war mein Körper“. Wir im Publikum, haben Tränen in den, sind berührt von ihren ehrlichen Worten. Sie sagt es, berichtet von ihrer Vergangenheit, als wäre es ein schönes Erlebnis. Von Vergewaltigung, Misshandlung, Zwangsprostitution, und wie sie entkommen konnte. Zu ihrer Tante nach Simbabwe kam, einer Pastorin, die jeden Tag für sie gebetet hat. Es hat geholfen. Sie lächelt und alle im Raum wissen, dass dieses Lächeln echt ist. Echter als so manch anderes Lächeln im Raum. „Ich weiß ich bin nicht schwarz, deshalb kann man denken ich komme nicht aus Afrika. Aber ich komme aus Afrika.“

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Sie berichten. Drogen. Sex. Dunkelheit. Diese Worte fallen oft. Heute haben sie wieder zu sich gefunden. Wollen ihre Geschichte erzählen, erzählen sie. Ich blicke mich im Raum um. Ich sehe Magersucht, ich sehe Schmerz und ich weiß, dass auch einige Menschen die dieses Gebäude jeden Tag betreten und betreten haben, solche Probleme begleiteten. Drogen, Sex, Absturz. Nur sie sind nicht hier um sich das hier anzuhören. Um zu hören, dass alles wieder besser werden kann. Das alles besser wird. Und ich habe Tränen in den Augen, überlege ob ich anfangen sollte für IHN zu beten. Weil ich, wie letztes Jahr auf ihrem Konzert auch, fast weine. Ich bin berührt, zu sehr berührt.

Nach dem Konzert spreche ich mit der blonden Frau. Als ich sie freundlich anlächle, nimmt sie mich liebevoll in den Arm. Als würden wir uns schon Ewigkeiten kennen. Ich danke ihr dafür, dass sie ihre Geschichte mit uns geteilt hat. Ich sage ihr auch, dass sie mich unglaublich inspiriert hat. Eine Freundin von mir sagt ihr, dass viel mehr lächelt seit sie da sei und wie sie es macht, so glücklich zu sein. Und sie sieht uns Deutsche an und sagt: „Naja, ich stehe jeden Morgen auf und entscheide glücklich zu sein“. Als wäre es das Leichteste der Welt.

Im Nachhinein musste ich noch einmal über die Zufälle meines Lebens nachdenken. Ich hatte gerade beschlossen für drei Monate nach Afrika zu gehen, da ging ich auf dieses Konzert. Ich hatte keine Ahnung, was mich erwartet. Und ich bin berührt. Tief im Herzen. Ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich mich freue im Januar auch endlich in dieses wunderschöne Land eintauchen zu können. Und ich weiß jetzt schon: DAS WIRD EINE EMOTIONALE ACHTERBAHNFAHRT!

#merlegoesafrika

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